Heinz Neumaier
Heinz Neumaier

Exlibriskünstler in Dachau A-H

 

Prominente Exlibriskünstler, die kurze Zeit in Dachau waren, in diesen Kurzporträts aber nicht berücksichtigt werden:

 

Willi Baumeister (28. 01. 1889 Stuttgart - 31. 08. 1955 ebenda) zwischen 1908 bis 1912 in Dachau

Lovis Corinth (1858 - 1925) in Dachau angemeldet 1892

Josef Damberger (1867 München - 1951 ebenda) ca. 1910 in d. Gegend v. Dachau/Aichach

Julius Diez (1870 Nürnberg - 1957 München) ca. 1897 in Dachau

Otto Eckmann (1865 Hamburg- 1902 Badenweiler) ca. 1895 in Dachau

Fritz Erler (1868 Frankenstein - 1940 München) um 1896 in Dachau

Ernst Otto Flechter (1881 Weißenburg/Saale - 1952 Utting) um 1939 in Dachau

Paul Hey (München – 14. 10. 1952 Gauting) in Dachau um 1939?

 

Mathilde Ade (08. 09. 1877 Sarbogard/Plattensee – 07. 06. 1953 Deutenhofen/Dachau)

 

Bereits mit 17 Jahren, 1894, wurde Mathilde Ade Mitarbeiterin der "Meggendorfer Blätter", für die sie über 600 Illustrationen lieferte. Mitunter wurde sie sogar für Titelillustrationen betraut. Mehrere Auflagen erfuhr das 1902 erschienene „Über-Kinder-Bilderbuch“, in dem sie den Kinderkult der Jahrhundertwende karikierte.In dieser Zeit entstanden auch ihre ersten Exlibris, über 300 sollten in den nächsten Jahren folgen. Der 1.Weltkrieg brachte für die Künstlerin viele Veränderungen. Sie arbeitete nicht mehr bei den "Meggendorfer Blättern", gebrauchsgraphische Arbeiten fanden kaum Auftragsgeber und auch der allgemeinen künstlerischen Entwicklung konnte oder wollte Mathilde Ade nicht folgen. 1921 zog sie nach Passau, wo Schwester Brunhilde und Ihr Schwager Max Hebele wohnten. Hier fand sie auch ein neues künstlerisches Medium, die Glasmalerei. Die neue Heimat, ein neues Betätigungsfeld, der Umgang mit interessanten Persönlichkeiten im Hause der Schwester und des Schwagers, ließen Mathilde aufblühen.

Nach dem Tod des Schwagers im Jahre 1928 zog sie mit ihrer Schwester nach Dachau. Das fortschreitende Nachlassen ihrer Sehkraft führte dazu, dass sie sich mehr dichterischen Arbeiten zuwandte und die Dachauer Heimatzeitung mit Beiträgen beschickte. Obwohl sie unter Geldknappheit litt, war sie stets eine freizügige Gastgeberin. Im Krieg und die Jahre danach wurde es um ihre Person immer stiller. Als sie am 7.Juni 1953 im Deutenhofener Altersheim starb, nahm kaum jemand davon Notiz, dass eine der bedeutendsten Exlibriskünstlerinnen Deutschlands und eine begnadete Illustratorin für immer die Augen geschlossen hat.

 

Franz von Bayros (28. 05. 1866 Agram - 02. 04. 1924 Wien)

 

 1897 kehrt Bayros Wien den Rücken und übersiedelt nach München, der damaligen Kunstmetropole des Deutschen Reichs. München bot dem Künstler in jener Zeit vielfältigste Möglichkeiten - in der Malerei war die Stadt eines der Hauptzentren des deutschen Naturalismus und auch Heimat zahlreicher bedeutender Impressionisten. Gleichzeitig herrschte ein emsiger Literaturbetrieb und es entstanden zahlreiche neue Verlage, u.a. verlegten hier Albert Langen und Georg Müller. Um 1890 hielt er sich schon in Dachau auf. Er studierte dort in der Spezialschule von Adolf Hölzel und in Heinrich Knirrs Schule in München, wo nicht zuletzt auch Paul Klee ausgebildet wurde.

Am 2. April 1924 starb der Künstler an einer Gehirnblutung. Die Arbeiten zur "Göttlichen Komödie" wurden sein letztes bedeutendes Werk.

Hans Best (25. 08. 1874 Mannheim - 04. 03. 1942 München)

 

Er studierte unter Wilhelm Diez und Karl Raupp an der Akademie der Bildenden Künste in München. Um 1925 war er auch in Dachau. Ausgedehnte Studienreisen führten ihn nach Italien, Belgien und Paris. In seinen Werken widmete er sich dem bäuerlichen Genre in realistischer Auffassung.

Karl Berger (07.06.1875 Graz - 15.07.1932 ebenda) 

Maler, Zeichner, Radierer,

Zunächst kaufmänn. Laufbahn und Beamter. Privat-Stud.: 1895-1901 in Graz bei Wilhelm Langer (Akt und Landschaft); 1901/02 in Dachau bei Adolf Hölzel. 1903 Studienaufenthalt in Florenz; ab 1905 Studienreisen u.a. durch Deutschland, an den Gardasee und nach Venedig. Mitgl.: Neue Dachauer Schule (Mitbegründer); Münchner Sezession; Genossenschaft bild. Künstler d. Steiermärk. Kunst-Verein, ab 1917 Ausschuss-Mitglied).

Er malte  naturgetreue und harmonische Landschaften, daneben Genrebilder und Porträts in Öl, Aquarell und Gouache. Auch Dioramen in der Art kleiner Theaterdekorationen (z.B. für das Joanneum in Graz; Dioramen-Ausst. in Düsseldorf und Barcelona). Er galt als sehr guter Zeichner und Radierer. er verfasste kunstkrit. Veröffentlichungen und hielt kunstgeschichtl. Vorlesungen am steiermärk. Konservatorium in Graz.

Dora Brandenburg-Polster (09. 08. 1884 Magdeburg – 18. 03. 1958 Böbing)


Sie war nie in Dachau ansässig, hat aber viele Stunden und Tage ihres Lebens in Dachau und mit seinem Künstlerkreis verbracht. Es zog sie immer wieder hierher durch die künstlerische Tätigkeit und die familiären Verbindungen. Sie hat in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts für ihren Mann Hans Brandenburg dessen Werke über den Neuen Tanz (u. a. „Der moderne Tanz") illustriert, sowie zahlreiche weitere Bücher, u. a. von Josef Ponten, Annette von Droste-Hülshoff und Karl Stieler („Ein Winteridyll"). Im Jahr 1918 hat das Museum Folkwang eine Ausstellung mit Grafiken, Aquarellen und gestickten Broschen der Künstlerin veranstaltet. Eine Briefmarke der Deutschen Post aus dem Jahre 1982 zeigt ihren Scherenschnitt der "Bremer Stadtmusikanten".

Norbertine Bresslern-Roth (13. 11. 1891 Graz - 30. 11. 1978 ebenda)

 

Studien an der Grazer Landeskunstschule (ab 1907) unter deren Leiter Alfred Schrötter, in Dachau bei Hans von Hayek in seiner Tiermalschule (1090-1910) und an der Wiener Kunstakademie waren die Voraussetzung für ein Leben als freischaffende Künstlerin in ihrem Geburtsort. 1928 unternahm Bresslern-Roth eine Nordafrikareise, welche sie zu zahlreichen Tierdarstellungen veranlasste, die teilweise den Charakter von Studien aufweisen. Später holte sie sich weitere Anregungen in europäischen Tierparks. Daneben illustrierte sie auch Kinderbücher und schuf Gobelins und Elfenbeinminiaturen.

Während der NS-Zeit schuf sie einige Bilder, die heute als regimekritisch eingestuft werden. Deswegen und weil sie sich von ihrem Mann, der „Halbjude“ war, nicht trennte, wird sie heute dem „kulturellen Widerstand“ zugeordnet.

 

Georg Broel (08. 05. 1884 Bad Honnef - 11. 01. 1940 München)

 

Nach der Schulzeit in Bad Honnef war er von 1901-1902 als Holzkaufmannvolontär in München und Regen  tätig, wobei er den Maler Albert Weisgerber kennenlernte. 1904 diente er als Freiwilliger im Bayerischen Infanterie-Leibregiment und 1908 begann er ein Studium an der Kunstgewerbeschule München bei Maximilian Dasio. Im gleichen Jahr studierte Broel in der Malklasse von Hermann Groeber an der Münchener Akademie und wurde Mitglied der Freien Gruppe Düsseldorf unter anderem mit Albert Welti und Heinrich Reifferscheid. Nach dem Tod des Vaters am 1908 übernahm Broel dessen Geschäfte, kehrte aber 1909 nach München zurück, wo er auch sein Studium fortsetzte. 1910 hatte er auch die erste Ausstellung mit Karl Haider, Edmund Steppes, Heinrich Reifferscheid in Wiesbaden und Dresden und beteiligte sich als Mitglied der Münchner Künstler-Genossenschaft ab 1910 mehrfach an der Münchner Kunst-Ausstellung.

1911 heiratete er Alexandra (Schura) Korsakoff, eine russischen Künstlerin. Broel wohnte in der Folgezeit in Schleißheim und von 1913 bis 1914 in Dachau, dann ab Oktober 1914 in München-Schwabing. Mit Beginn des Ersten Weltkrieg war Broel Offizier des List-Regiments in Flandern. Einige Zeichnungen mit diesem Zeitbezug wurden  im „Simplicissimus“ und in den „Meggendorfer Blättern“ veröffentlicht. 1915 erschien der Zyklus „Frühlings-Sinfonie“ bei Bruckmann in München. Nach einem schweren Schlaganfall starb Georg Broel am 11. Januar 1940 in München. 

Gertrud Bürgers-Laurenz (01. 09. 1874 Hannover - 28. 08. 1959 Dachau) 

Malerin

 

Charakteristisch für ihr Schaffen sind zahlreiche Portraits, die stilistisch stark von ihren Lehrmeistern Franz Skarbina und Hugo von Habermann beeinflusst sind. Laurenz studierte an den Akademien in Berlin, München und Karlsruhe. Im Atelier von Ludwig Schmid-Reutte in Karlsruhe lernte sie ihren Mann, den Maler Felix Bürgers kennen. Die beiden heirateten 1904 in Dachau. Das Ehepaar war Mitbegründer der Künstlergruppe Dachau. Ihr Haus, in der Herzog-Albrecht Straße 1 (heute 12), wurde zum Treffpunkt der vielen Künstler in der Stadt an der Amper. Heute befindet sich darin ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung.

Paul Bürck (1878 Straßburg - 1947 München)

 

Er war das jüngste Mitglied der von Großherzog Ernst Ludwig zur Begründung der Darmstädter Künstlerkolonie berufenen Künstler und damit Gründungsmitglied des Darmstädter Jugendstils.

1903 folgte er eine Berufung an die Magdeburger Kunstgewerbeschule, übersiedelte aber ein Jahr später nach München. Nach dem Militärdienst war er von 1905- 1908 in Rom, danach arbeitete er wieder in München. Nach vierjährigem Kriegsdienst veröffentlichte er mehrere Mappenwerke. Viele Ölbilder enstanden, darunter 1919 auch eine Amperlandschaft aus Haimhausen b. Dachau. 1936 erschien eine Mappe mit Portätzeichnungen teilnehmenden Athleten.

 

 

Adeline von Buttlar (um1867 - 1909 Kassel)

Malerin

 

Zwischen 1902 und 1907 Schülerin von Adolf Hölzel in Dachau.

Gustav Adolf Closs (1864 Stuttgart - 1938 Berlin-Wilmersdorf)

Maler, Illustrator und Heraldiker

 

Sein Können und seine profunde Heraldikkenntnis zeigten sich in der detaillierten, authentischen und getreuen Darstellung. Der Künstler gilt neben Otto Hupp und Eduard L. Lorenz - Meyer als bester Heraldiker seiner Zeit.

Um 1888 hält er sich zu Studienzwecken in Dachau auf.

 

Elfriede von Coltelli (11. 11. 1883 Graz - nach 1919 München)

Malerin, Radiererin, Scherenschnittkünstlerin

 

Studium an der Landeskunstschule in Graz bei Alfred von Schrötter, Schülerin von Adolf Hölzel in Dachau und Fritz Strobentz in München. 1909-1915 in Hartmannsberg/Bayern tätig. – Von Hölzel beeinflußte Landschaften, besonders Herbst-, Garten- und Parkbilder, sowie Stilleben.

Martha Cunz (1876 St. Gallen - 1961 ebenda)

Malerin und Grafikerin

 

Durch die Vermittlung des Münchner Malers Max Josef Pitzner kam die Künstlerin 1896 zu Adolf Hölzel nach Dachau. Sie studierte anschließend bei Ludwig Schmidt - Reutte, Christian Ladenberger und Peter Paul Müller in München. 1900 nahm sie Unterricht bei Luc Olivier Merson und Lucien Simon in Paris. Entscheidende Impulse für ihre grafischen Arbeiten kamen 1901 durch den Münchner Grafiker Ernst Neumann. 1905 wurden ihre Farbholzschnitte zusammen mit Arbeiten von Wassily Kandinsky und anderen Künstlern in der Zeitschrift Deutsche Kunst und Dekoration publiziert. Auslandsreisen nach Holland und Italien folgten. 1920 übersiedelte Martha Kunz von München aus in ihr Elternhaus nach St. Gallen, wo sie bis zu ihrem Tod 1961 lebte und arbeitete.



Agathe Doposcheg von Schwabenau (23. 09. 1857 Ungarn – 18. 04. 1950 Garmisch - Partenkirchen)

Malerin und Grafikerin

 

Schülerin von Melchior Fritsch in Wien. Sie studierte auch bei Hans Müller-Dachau und war mit Adolf Hölzel befreundet.

In erster Ehe verheiratet mit Richard Hofmann, in zweiter Ehe verheiratet mit Josef Doposcheg-Uhlar (1870 - 1956). Bis 1918 entwarf die Künstlerin rund 30 Exlibris.

Klaus Eberlein (* 09. 02. 1941 München-Sendling)

 

Er studierte bei Prof. Hermann Kaspar am der Akademie der Bildenden Künste in München und stieg zu seinem Meisterschüler auf. Nach sechsjährigem Studium beschloss Eberlein freischaffender Künstler zu werden. 

Regelmäßig war er bei den Fachzeitschriften „Illustration 63“ und „Grafischer Kunst“ mit Beiträgen und Originalgrafik vertreten. Er beteiligt sich im In - und Ausland an vielen Ausstellungen, vor allem mit Radierungen, Holzschnitten und Lithografien, in neuerer Zeit auch mit Terrakotten und Glasobjekten. Seine Illustrationen zu den “Fabeln des Aesop“ wurden in den 90er Jahren zu den 100 besten europäischen Büchern der vergangenen hundert Jahren aufgenommen. Auch in seinen Exlibrisblättern herrscht eine heitere Note vor. Klaus Eberlein beschränkt sich auf das Notwendigste und konzentriert sich auf klare, prägnante Darstellungen, die er im Gespräch mit den Auftraggebern zu deren Wünschen und Vorlieben auslotet. Als Mitglied der „Papyromanen“, einer freigeselligen Vereinigung von Buch – und Graphikliebhabern in Dachau, gestaltete er 2001 im Kreise der papyromanischen Freunde eine umfangreiche Exlibris - Ausstellung, die große Beachtung erfuhr. Dazu trug auch eine Auswahl seiner Arbeiten im Wesentlichen bei.

 

Erich Otto Engel (29. 09.1866 Alt - Mahlisch - 10. 02. 1944 Dachau)

 

Engel hat in Berlin und München Naturwissenschaften studiert. Nach Abbruch des Studiums 1896 wechselte er an die Kunstakademie über. 1898 wurde er Schüler von Heinrich v. Zügel. Im Ersten Weltkrieg setzte er sein naturwissenschaftliches Studium fort und schloss mit einer Promotion ab. Später war er Assistent an der entomologischen Abteilung der zoologischen Staatssammlungen. In der Tradition der Zügel - Schule und seiner Neigungen entsprechend schuf Engel hauptsächlich Tierbilder, daneben auch Landschaften aus der Umgebung Dachaus.

Engel erwarb in der Künstlerkolonie an der späteren Hermann - Stockmann - Str. ein großes Grundstück, auf dem er ein großes Künstlerhaus errichten ließ. Dahinter legte er einen schönen Garten mit seltenen Gewächsen an. Er konnte zwei Berufe, den des Zoologen und den des Künstlers in sich vereinen.

 

Walter Engels (11. 11. 1891 München - 1945 Starnberg)

 

wohnte und arbeitete um 1911 in Dachau, später in Starnberg.

Mizi Friedmann-Otten (28. 11. 1884 Wien - 05. 05. 1955 New York)

Grafikerin, Kunstgewerblerin

 

Besuch der Kunstschule für Frauen und Mädchen Wien, Privatunterricht bei Adolf Hölzel in Dachau. Sie absolvierte die Grafische Lehr- u. Versuchsanstalt sowie die Kunstgewerbeschule in Wien. Die mit dem deutschen Schriftsteller Karl Otten (1889 - 1963) verheiratete vielseitige Grafikerin gestaltete Plakate, Exlibris, Drucksachen, arbeitete in Metall und für alle Zweige der Mode. Ab 1917 Mitarbeiterin der Wiener Werkstätten; vielfältige Betätigung. 1938 Emigration auf Grund ihrer jüdischen Abstammung nach New York. Aufbau einer Werkstätte für Emailarbeiten.

 

Bernhard Fech (1887 Karlstadt - 1915 gefallen Soldau/Masuren)

Maler

 

Über den Künstler ist wenig zu finden. Um 1909 wohnte er in der Schleißheimer Str. 30 in Dachau. Er war Mitarbeiter der "Gartenlaube".

Anna Feldhusen (17. 11. 1867 Bremen - 12. 06. 1951 ebenda)

 

Sie ging früh nach München und  Dachau zu der Malerin Lina Kempter (1856–1925) und studierte bei Maximilian Dasio (1865–1954) und Oskar Graf (1870–1955). Angezogen vom Flair des Mythischen und Urtümlichen zogen viele Künstler in die idyllische Künstlerkolonie Dachau nördlich von München. Zwischen Torfstechern und Besenbindern entstand hier eine der gefragtesten Künstlerkolonien Deutschlands. Hunderte von Malern machten sich auf, um im Hinterland um Dachau das Ursprüngliche, den Zauber des Einfachen zu entdecken. 

Anfangs beäugten die Dachauer die zugezogenen Künstler voller Misstrauen. Doch mit der Zeit wich die Skepsis. Weit gewöhnungsbedürftiger als die malenden Männer waren für die Dachauer indes die vielen „Malweiber“: Sie trugen breite Hüte und Reformkleider oder gar Hosen, rauchten öffentlich Pfeife und lebten nicht selten in wilder Ehe. Sie führten mit ihren männlichen Kollegen das Leben von Bohemiens vor den Türen der Großstadt München. Statt Bars, Tänzer und Cafe-Häuser malten sie nun Kühe, Schafe, Moor und Bäume – nicht selten zahlten sie den Bauern ein Trinkgeld für ihre tierischen Modelle. In diesem „Klima“ fühlte sich Anna Feldhusen sehr wohl, woraufhin sie ihren Lebensmittelpunkt in die Künstlerkolonie Worpswede verlegte. In unserem Haus, das 1911 durch den Großvater fertig gestellt wurde, entstand eine kleines Atelier, in dem sie für kurze Zeit wohnte und arbeitete. Als sie schon in Worpswede lebte, hatte sie zugleich eine kleine Wohnung in Dachau, um jederzeit für einige Wochen zurückkehren zu können. 

 

 

Wilma von Friedrich (18. 05. 1869 Budapest - 27. 03. 1963 Dachau)

 

Sie wuchs zwischen Hunden und Pferden inmitten der ungarischen Adelsgestüte in der Pußta auf. Bald war sie eine hervorragende Reiterin und Pferde wurden ihre ersten Zeichenmodelle.

Sie studierte in Wien und München.1905 nahm sie mit der Malschule Hans von Hayeks Kontakt auf und zog um 1908 endgültig nach Dachau. Seit 1911 stellte sie regelmäßig im Münchner Glaspalast aus. Dem Münchner Maler Hans Lesker, der schon 1914 auf dem Kriegsschauplatz in den Argonnen fiel, stand sie persönlich sehr nahe. Die nun Vereinsamte betätigte sich nun während des Krieges als Rot-Kreuz-Schwester in Baden bei Wien, um nach Kriegsende wieder nach Dachau zurückzukehren. Viele Jahre wirkte sie in der Vorstandschaft des Münchner Kunstvereins und in der Luitpoldgruppe. Als einzige Frau wurde sie in die Jury des Glaspalastes aufgenommen. Auch an der Gründung der KVD Dachau wirkte sie mit.

 

Otto Fuchs (1911 Metz - 2000 Dachau)

Maler

In Abgrenzung zu Malern mit gleichem Nachnamen wird der Künstler auch "Akt Fuchs" genannt.

 

Zusammen mit seine Familie musste er mit sieben Jahren Metz verlassen und gelangte ins Ruhrgebiet. Nach dem Abitur studierte er an der Folkwang Schule Kunst und Malerei. 1938 übersiedelte er auf Anraten des in Dachau ansässigen Malers Richard Graef in die Stadt an der Amper. Wohnung und Atelier waren in der Münchner Str. Er malte hauptsächlich Akte, gelegentlich beschäftigte er sich mit Grafik.

 

Anna Sophie Gasteiger (1877 Lübeck - 1954 München)

Malerin

Schülerin von Julius Exter.

(Siehe auch Mathias Gasteiger)

 

Mathias Gasteiger (24. 06. 1871 München - 07. 07. 1934 ebenda)

 

Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Syrius Eberle richtete sich Mathias Gasteiger in Schwabing ein Atelier ein. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtete er ab 1896 im Sommer (zusammen mit Julius Exter) in einer eigenen Mal- und Bildhauerschule im Schloss Deutenhofen bei Dachau, wo er regen Kontakt mit den dortigen Künstlern wie z. B. Adolf Hölzel und Ludwig Dill pflegte. Dort lernte er seine spätere Ehefrau, die 1877 in Leipzig geborene Anna Karolina Sophie Meyer, kennen. Anna Karolina Sophie Gasteiger erwarb sich insbesondere als Blumenmalerin einen Namen.

Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Syrius Eberle richtete sich Mathias Gasteiger in Schwabing ein Atelier ein. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtete er ab 1896 im Sommer (zusammen mit Julius Exter) in einer eigenen Mal- und Bildhauerschule im Schloss Deutenhofen bei Dachau, wo er regen Kontakt mit den dortigen Künstlern wie z. B. Adolf Hölzel und Ludwig Dill pflegte. In seiner Mal- und Bildhauerschule lernte er seine spätere Ehefrau, die 1877 in Leipzig geborene Anna Karolina Sophie Meyer, kennen. Anna Karolina Sophie Gasteiger erwarb sich insbesondere als Blumenmalerin einen Namen. Sein weithin berühmtes "Brunnenbuberl"  findet man heute noch am Karlstor am Stachus in München.

1902 übersiedelte das Ehepaar Gasteiger nach Holzhausen am Ammersee, wo sich die Künstlervereinigung Die Scholle um sie gruppierte. so z. B. Fritz Erler, Walter Georgi, Adolf Münzer, Leo Putz und Eduard Thöny. Mathias und Anna Karolina Sophie Gasteiger waren die ersten, die sich am Westufer des Ammersees mit Sichtachse zum Kloster Andechs ein Haus bauten; Holzhausen als Künstlerkolonie ist somit ihre Entdeckung.

Ferdinand Götz (22. 09. 1874 Fürth - 24. 04. 1941 Paris)

Maler,Illustrator, Kunstgewerbler

 

Er besuchte die Münchner Akademie der Bildenden Künste und war Schüler von Carl von Marr (1858 - 1936). Um 1898 wohnte und arbeitete er in Dachau. Regelmäßig zeichnete er für die "Meggendorfer Blätter". Beteiligung an Ausstellungen der Münchner Sezession 1900 und 1902, 1901 bei einer Ausstellung im Münchner Glaspalast u. 1913 im Wiener Künstlerhaus.

Als künstlerischer Beirat am Schauspielhaus tätig.

 

Josef Goller (25. 01. 1868 Dachau - 29. 05.1947 Obermenzing)

Glasmaler und Grafiker

 

Josef Goller besuchte nach einer Lehre als Glasmaler an der Mayer'schen Hofkunstanstalt Abendkurse an der Kunstgewerbeschule München. 1890 übernahm er die künstlerische Leitung der Anstalt für Glasmalerei von Bruno Urban in Dresden. Goller wurde frühzeitig Mitglied im Werkbund.

An der Kunstgewerbeschule Dresden leitete er von 1906 bis 1928, ab 1908 als Professor, die Klasse für Glasmalerei.  Er wandte sich zudem verstärkt der Buchkunst und Plakatgestaltung zu.

Goller gilt als wichtiger Vertreter des Jugendstils. Zu seinen Spezialgebieten gehörte die Kunstverglasung von amerikanischen Opaleszenz-Gläsern. Er hat in Sachsen viele Glasmalereien für Fenster in Rathäusern, Schulen und Kirchen und in Nürnberg 4 Fenster im Standesamtsaal des Rathauses geschaffen.

Oskar Graf (26.12.1873 Freiburg im Breisgau – 1957 Bad Boll)

 

Schüler von Knirr (1890), Schmidt-Reutte (1891) und Adolf Hölzel (1892-1893) an der Münchner Kunstakademie. 1894 studierte er bei Fernand Cormon (1845 - 1929) in Paris. Galt als Altmeister der Radierkunst.  Als solcher Autodidakt. Graf bevorzugte Radierungen mit Aquatinta, die er vollendet beherrschte.  Sämtliche wichtigen Kupferstich-Kabinette besitzen Radierungen von ihm. 1902 heiratete er die Malerin Cäcilie Graf-Pfaff. Sie waren in Freiburg, Dachau und München ansässig und unternahmen gemeinsame Studienreisen nach Italien. 1909 konnten beide die damals bahnbrechende Ausstellung "Japan und Ostasien in der Kunst" durchführen, die erste in Deutschland. Er erhielt den Professorentitel. Mitglied der Sezession und Jurymitglied des Vereins für Originalradierung in München. Regelmäßig auf Ausstellungen im Glaspalast vertreten sowie in vielen Städten Europas.

 

Cäcilie Graf - Pfaff (05. 08. 1862 Erlangen - 08. 07. 1939 Nürnberg)

 

In erster Ehe war sie mit dem Maler Wilhelm Bader, danach mit dem Grafiker Oskar Graf verheiratet. Den ersten Unterricht im Zeichnen erhielt sie in Erlangen. Dann zog es sie nach München an die Kunstgewerbeschule sowie zu Gabriel von Max, Alexander Liezen - Mayer und Nikolaus Gysis. Die Technik des Radierens erlernte sie bei ihren späteren Ehemann Oskar Graf, mit dem sie ab 1902 längere Zeit in Dachau lebte. 1909 organisierten bei die Ausstellung "Japan und Ostasien in der Kunst", die im Ausstellungspark auf der Münchner Theresienhöhe zu sehen war.

1925 publizierten sie gemeinsam das "Japanische Gespensterbuch" mit Texten von Cäcilie Graf - Paff.



Otto Grassl (26. 04. 1891 München – 22. 11. 1976 Dachau)

 

Als Mitglied der „Neuen Münchner Künstlergenossenschaft“ beteiligte er sich regelmäßig an Ausstellungen im „Haus der Kunst“ in München, ab 1943 als Mitglied der Künstlervereinigung Dachau (KVD) an jährlichen Ausstellungen im Dachauer Schloss.

Peter (von) Halm, (* 14. 12. 1854  Mainz; † 25. 01. 1923  München)

Professor für Radierkunst an der Münchner Kunstakademie von 1901 - 1923

 

Halm wollte Architekt werden und besuchte deswegen das Polytechnikum in Darmstadt. Ab 1875 erfuhr er Unterricht von J. L. Raab an der Münchner Akademie (Kupferstich) und von Löfftz in den allgemeinen Fächern. Von 1883 bis 1885 lebte er in Berlin. 1900 wurde er Professor an der Münchner Akademie und bildete vor allem Graphiker aus.

Zwischen 1890 und 1900 hat er auch in Dachau u. Umgebung gearbeitet.

 1892 wurde auf seine Anregung hin der Münchner Radierverein gegründet.

 

Hans Hammer (1878 Nürnberg – 1917 München)

 

Der Künstler war 1900 in Dachau. Er studierte bei Heinrich von Zügel. Später hatte er ein Haus mit Atelier in Münchner - Gern.

 F. Albrecht Harta (02. 07. 1884 Budapest - 27. 11. 1967 Salzburg)



Felix Albrecht Hirsch – den Namen Harta nimmt er später an –wächst in Wien auf und studiert zunächst Architektur an der Technischen Hochschule. 1905 geht er nach Bayern, besucht 1906 die Malschule von Hans von Hayek in Dachau und studiert an der Münchner Akademie Malerei bei Hugo von Habermann. 1908 übersiedelt er nach einem kurzen Aufenthalt in Wien nach Paris, wo er in Museen zu Studienzwecken Werke berühmter Maler kopiert. Reisen führen ihn auch nach Spanien, Belgien und Italien. Von 1913 bis 1916 lebt Harta wieder in Wien, dann geht er für einige Jahre nach Salzburg, wo er 1919 die Künstlervereinigung „Der Wassermann“ mitbegründet und deren Präsident wird. 1920 gründet er gemeinsam mit Anton Faistauer die „Moderne Malerakademie“ und die „Neue Galerie“. Ab 1924 lebt Harta wieder in Wien, wo er sich 1928 dem Hagenbund anschließt. 1939 emigriert der Künstler nach England, wo er am College in Cambridge unterrichtet. 1950 kehrt er nach Salzburg zurück, wo er bis zu seinem Tode lebt. 

Felix Albrecht Harta steht für eine typisch österreichische Form des Expressionismus. Dieses zehn Jahre vor der Emigration nach England entstandene Bild zählt wohl zu den besten Werken des Künstlers. Starken Einfluss auf das Werk des Künstlers hatte auch die französische Malerei. 



Max Hein - Neufeldt (07. 10. 1874 Elbing/Ostpr. – 01. 02. 1953 Dachau)

 

Nach dem Willen des Vaters ging er zunächst bei einem Lederwarenhändler in die Lehre. Nebenbei betätigte er sich autodidaktisch als Maler. Ein Porträtist überredete seinen Vater, den begabten Sohn auf die Münchner Akademie der Bildenden Künste zu schicken. Er nahm Unterricht bei Heinrich v. Zügel, Johann v. Herterich und Moritz Weinholdt (1861 - 1905). Im Münchner Glaspalast stellte er regelmäßig aus. 1931 zog er mit seiner Familie nach Oberschleißheim. Während des Krieges entwarf er in seinem Atelier in Haimhausen, Landkreis Dachau zahllose Skizzen. Sein Lebenswerk wurde bei einem Luftangriff 1944 in Oberschleißheim vernichtet. Er starb 1953 im Dachauer Krankenhaus an einer Grippeinfektion.

Thomas Theodor Heine ( 28. 02. 1867 Leipzig - 26. 01. 1948 Stockholm)

 

Er lernte an der Thomasschule zu Leipzig. Nachdem er im März 1884 anonym einige Karikaturen in den Leipziger Pikanten Blättern (Herausgeber: Leopold von Sacher-Masoch) veröffentlicht hatte und sein Name ruchbar geworden war, wurde er kurz vor dem Abitur der Schule verwiesen. Daraufhin nahm er seine künstlerische Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf auf, wechselte allerdings bald nach München, wo er sich als Landschaftsmaler und schließlich ab 1892 als Zeichner und Karikaturist für die Fliegenden Blätter verdingte.

Lovis Corinth sage über ihn: "Heine malte Menschen bei ihren Beschäftigungen im Freien oder in Innenräumen. Das rasch fliessende Wasser der Amper bei Dachau mit den Spiralenspiegelungen der Weidenbäume und dem scharfen Grün des Ufers hat niemand richtiger dargestellt als er in seinem »Angler«. Das Porträt eines jungen Malers mit Pudel in sonnigem Garten ist von einer Bravour, dass es sich nur durch eine delikatere und fast feminine Behandlung, die übrigens bei seinen sämtlichen Werken charakteristisch ist und daher wohl eine angeborne Eigenschaft ist – von den stärkeren Bildnissen derselben Art des Manet unterscheidet."

1895 lernte er den Verleger Albert Langen kennen, der ihn im Jahr darauf an der Konzeption einer neuen politisch-satirischen Wochenzeitung beteiligte: dem Simplicissimus, der sich rasch wachsender Beliebtheit erfreute und den Heine mit seinem markanten Zeichenstil bis 1933 prägte. Aus seiner Feder stammt auch das Logo der Zeitschrift, die rote Bulldogge.

Neben dem Simplicissimus arbeitete Heine weiterhin für die Fliegenden Blätter. 1898 wurde Heine wegen Majestätsbeleidigung auf der Festung Königstein (Sachsen) inhaftiert.

1933 stand Heine, der durch seine bissigen Artikel und Karikaturen schon früh den Zorn der Nazis auf sich gezogen hatte, auf den Verhaftungslisten der Gestapo. Heine floh von München nach Berlin. 1936 ließ Heine sich in Brünn nieder. Nach der Besetzung des Sudetenlandes 1938 gelang es ihm, eine Aufenthaltsgenehmigung für Norwegen zu erlangen, wo er unter anderem als Zeichner für das Osloer Dagbladet arbeiten konnte.

Anfang 1939 lernte Heine den Schriststeller Max Tau (1897 -1946) kennen, den ehemaligen literarischen Leiter und Lektor des Bruno-Cassirer-Verlags, der ebenfalls aufgrund seiner jüdischen Herkunft aus Deutschland geflohen und kurz nach ihm in Oslo eingetroffen war. Nach der Okkupation Norwegens im April 1940 wurde Heine mit Berufsverbot belegt und begann, von Tau dazu angeregt, an einem autobiografisch motivierten satirischen Roman zu arbeiten, der 1944 zunächst in schwedischer Übersetzung und Anfang 1945 auf Deutsch unter dem Titel Ich warte auf Wunder als eines der ersten Bücher in Taus Neuem Verlag erschien.

Zu seinem 80. Geburtstag wurde Heine, der 1942 nach Stockholm geflohen und inzwischen die schwedische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, mit einer großen Retrospektive im dortigen Nationalmuseum geehrt.

 

Edwin (Hermann Richard) Henel,  (21. 11. 1883 Breslau -07.03. 1953 Partenkirchen)

Maler, Aquarellist, Graphiker, Architekt;


1908-10 Studium an der königlichen Akademie für Kunst- und Kunstgewerbe Breslau, an den Vereinigten Werkstätten für Kunst und Handwerk in München bei »Bruno Paul; lebte seit 1907 in München, 1926/27 in Oberstdorf und Dachau, ab 1929 in München, seit 1934 in Garmisch, Kleinfeldstraße 39, später in Partenkirchen; Mitglied im Deutschen Werkbund, in der Künstlergilde Garmisch-Partenkirchen und im RK; um 1939 Mitglied der Künstlerkameradschaft in Garmisch-Partenkirchen;




Adolf Hengeler (11. 02. 1863 Kempten – 03. 12. 1927 München)

Maler, Karikaturist.


Adolf Hengeler wurde 1863 als Sohn des Verwalters der Margarethen- und Josephinenstiftung in Kempten geboren. 1878 begann Adolf Hengeler eine Lehre als Lithograph bei Zeichenlehrer Markmiller.

Den jungen Kemptener Adolf Hengeler zog es 1881 nach München, wo er Kunst studierte und zu dem Kreis des Malers Wilhelm von Diez gehörte. 1881 trat Hengeler in die Kunstgewerbeschule ein; Lehrer Ferdinand Barth förderte ihn. Noch während der Studienzeit, ab 1884 fertigte Adolf Hengeler als einer der eifrigsten Mitarbeiter der Fliegenden Blätter über 5.000 Zeichnungen. Ab 1885 studierte er an der Münchner Akademie, zuerst bei Johann Leonhard Raab, dem Leiter der Kupferstecherschule, dann zwei Jahre in der Malklasse von Wilhelm von Diez. 1889 arbeitete er auch in Dachau. In diesem Jahr heiratete er Emilia Hausinger, Tochter des Münchner Goldschmieds und Hofjuweliers Adam Hausinger (1820–1908). Ab 1893 war Hengeler regelmäßig in den Ausstellungen der Münchner Secession und der Großen Berliner Kunstausstellung beteiligt, auch in den Ausstellungen im Münchner Glaspalast (1898 ff., 1897, 1901, 1913), Ausstellungen in Dresden, Düsseldorf u.a.

Im Jahr 1900 begann Hengeler mit der Malerei, unter Einfluss von Franz von Lenbach, Arnold Böcklin, Carl Spitzweg und Franz von Stuck. Die Intensität und die lockere Kraft im Duktus, die er vorher der Grafik gewidmet hatte, übertrug er nun auf Pinsel und Leinwand.

1902 wurde Hengeler Titularprofessor, 1912 Professor an der Münchner Akademie. 

 

Karl Alexander Hoffmann (1881 Nürnberg - 1947 München)

 

Ab 1910 war der Maler und Grafiker Schüler von Max Feldbauer und hielt sich bis 1920 immer wieder in Dachau auf.

Margarete Horschütz (13. 09. 1885 Wien - ?)

Malerin

Die Künstlerin war die Tochter des Malers Friedrich Horschütz.

In Dachau war sie 1907, 1909 und 1915 gemeldet. Danach verliert sich ihre Spur.

Christian Maria Huber (*18. 05. 1959 Dachau)

Maler, Grafiker, Restaurator

 

Schulzeit im Kloster Rebdorf bei Eichstätt. Abschluss einer Bankkaufmannslehre.

Ausbildung als Kirchenmaler und Vergolder.

Vom Großvater Richard Huber (1902 -1982) lernte er die Technik des Farbholzschnitts.

Seit 1984 als freischaffender Künstler in Dachau tätig. Bei zahlreichen Ausstellungen vertreten.